Ich bin am 22. Januar 1983 in Regen geboren und erhielt 1999 die Mittlere Reife und machte danach eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten. Im Anschluss war ich Zivildienstleistender in der Christophorus-Schule in Schweinhütt.
Ab 2003 schlug ich den Weg des zweiten Bildungsweges ein und erhielt 2005 als einer der Besten meiner Jahrgangsstufe meine Allgemeine Hochschulreife. Seitdem studiere ich Mathematik und Wirtschaft.
Ich bin nun seit 2001 Mitglied der FDP Regen und seit der Gründung des Kreisverbandes Regen Kreisschatzmeister, weil ich von der Notwendigkeit der Freiheit für das Gelingen von gesellschaftlichen und persönlichen Handeln überzeugt bin. Nur sie garantiert, dass der Einzelne seine eigene Individualität entfalten kann und die Gesellschaft, durch den Wettbewerb der Ideen vorwärts kommt.
Dabei bekenne ich mich auch zum Sozialstaat Deutschland. Eine Gesellschaft kann und darf keine Bürger fallenlassen, wenn diese in eine Situation kommen, in der sie finanziell oder sozial auf andere angewiesen sind. Ein soziales Netz ist unverzichtbar. leichzeitig ist es aber in meinen Augen auch nicht gerecht, wenn sich dieses Prinzip der Nothilfe umkehrt und dazu führt, dass einige wenige Menschen den Wohlstand für alle finanzieren müssen. Das Bemühen sich als Erstes selbst zu helfen, bevor man die Hilfe des Staates bzw. der Gesellschaft in Anspruch nimmt, ist für mich ein wichtiger Baustein, ohne den kein Sozialstaat langfristig finanzierbar ist. Kein Staat kann langfristig den Bürgern versprechen, dass Ihnen nichts passieren kann und dass sie stets den gleichen (oder einen besseren) Lebensstandard genießen werden. Aber er kann dafür sorgen, dass niemand in wirklicher Armut lebt und dass jeder auch wieder die Chance erhält, sich aus seiner Situation zu befreien.
Dies ist jedoch in Deutschland momentan nicht der Fall. Die hohe Zahl der Arbeitslosen und die schlechte Bildungssituation zementieren das soziale Ungleichgewicht und sorgen sogar dafür, dass selbst die Nachkommen kaum eine Chance haben, ihre Lebenssituation zu verbessern. Hier ist das Gebot der Chancengleichheit in keinerlei Weise erfüllt.
Dabei wäre gerade die Bildung eine der wichtigsten (wenn nicht sogar die wichtigste) Investition, die man tätigen kann. Die Bundesrepublik lebt von der Hoch- und Spitzentechnologie. Darauf haben unsere Eltern und wir unseren Wohlstand begründet und genau das ist es, was wir nun riskieren. Deutschland hat es versäumt, eine wirkliche Chancengleichheit herzustellen (dies belegt die sogen. Pisa-Studie) und lässt sich dadurch auch sehr viel Potential entgehen. Viele Bundesländer haben Studiengebühren eingeführt und zeitgleich Kürzungen an den Hochschulen vorgenommen. Dies lässt das Niveau und die Qualität der Hochschulen nicht steigen. Frühförderung ist immer noch umstritten, obwohl andere Länder dadurch sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Daneben wäre es natürlich auch wichtig, für die Naturwissenschaften (die obligatorisch unter Studentenmangel leiden) zu werben und diese noch stärker zu fördern. Dies sind alles Bereiche, wo der deutsche Staat schnell und effektiv eingreifen könnte.
Ferner bin ich ein Anhänger eines gemeinsamen und starken Europas. Wir benötigen die Europäische Union allein schon aus den Gründen des Umweltschutzes, der Wirtschaft, der Kultur und der Friedenserhaltung. Gleichwohl setze ich mich auch dafür ein, dass die EU deutlich demokratisiert und dass die Bürokratie abgebaut wird. Nur so kann die Europäische Union mehr Ansehen in der Bevölkerung gewinnen und gegenüber den Partnern ihre Rolle glaubhaft wahrnehmen.
Mitgliedertreffen